Ratgeber

Keramikpfanne: Was steckt drin – und wie lange hält sie?

Keramikpfannen gelten als gesunde Alternative zur Teflonpfanne. Was ist dran? Wir erklären, woraus die Beschichtung besteht, warum sie oft schnell nachlässt und für wen sie sich trotzdem lohnt.

Keramik ist kein Porzellan

«Keramik» klingt nach Tongeschirr. Gemeint ist aber eine dünne Schicht aus Silika (Siliziumdioxid, chemisch verwandt mit Glas und Sand), die nach dem sogenannten Sol-Gel-Verfahren auf die Pfanne aufgetragen wird. Damit diese harte Schicht nicht klebt, wird sie mit Silikonöl versehen – demselben reaktionsträgen Stoff, den man als Schmiermittel oder in der Medizin kennt.

Das Silikonöl macht den Antihafteffekt aus. Und genau hier liegt der Unterschied zu Teflon (PTFE): Das Öl ist nicht fest mit der Pfanne verbunden, es liegt nur auf. Bei PTFE ist der Antihaftstoff selbst die Schicht und fest im Untergrund verankert.

Darum lässt die Keramikpfanne schnell nach

Das Öl wäscht sich aus

Mit jedem Spülen, besonders im Geschirrspüler, geht etwas Silikonöl verloren. Nach einigen Monaten bleibt die harte, aber klebende Keramikschicht.

Hohe Hitze schadet

Starkes Anbraten verkürzt die Lebensdauer deutlich – das sagt sogar Kuhn Rikon zur eigenen Keramikpfanne.

Kein Geschirrspüler

Die meisten Hersteller raten davon ab. Eine gute PTFE-Beschichtung verträgt den Geschirrspüler, auch wenn sie von Hand länger hält.

Test

Was der Kassensturz herausgefunden hat

Kassensturz und Saldo liessen 2024 neun Keramikpfannen im Labor prüfen, mit einer guten Teflonpfanne als Vergleich. Entscheidend war der Omeletten-Test nach einem Jahr simulierter Nutzung. Ergebnis: Zwei Pfannen hielten mit der Teflonpfanne mit (Kuhn Rikon Easy Ceramic und Silit Talis). Vier von neun fielen durch, die Omeletten klebten bereits nach einem Jahr (darunter zwei Modelle von GreenPan und eines von Tefal). Zum Test auf srf.ch.

Unsere Erfahrung aus der Werkstatt passt dazu: Bei uns landen auffällig viele fast neue Keramikpfannen, deren Antihafteffekt schon weg ist.

Vergleich

Keramik oder Teflon (PTFE)?

Keramik (Silika + Silikonöl) PTFE («Teflon»)
Antihaft neu sehr gut sehr gut
Antihaft nach 1–2 Jahren oft deutlich schwächer meist noch gut
Geschirrspüler nein ja (von Hand hält länger)
Gesundheit beim Kochen unbedenklich unbedenklich, nicht leer über 360 °C erhitzen
Herstellung ohne Fluorchemie PTFE ist ein PFAS (Fluorpolymer)

Mehr zu PTFE, PFAS und PFOA: Ist Teflon giftig?

Unser Fazit

Gesundheitlich bringt die Keramikpfanne beim Kochen keinen Vorteil. Sie verzichtet auf Fluorchemie – dafür hält sie meist deutlich weniger lang. Eine Pfanne, die nach zwei Jahren ersetzt wird, belastet die Umwelt mehr als eine, die zehn Jahre hält. Wer Keramik will, sollte ein im Test bewährtes Modell wählen, von Hand spülen und nicht zu heiss anbraten.

Klebt deine Keramikpfanne schon? Wirf sie nicht weg: Wir beschichten sie neu, mit einer langlebigen Beschichtung in Gastro-Qualität.

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Keramik- oder PFAS-freie Beschichtung: Hättest du Interesse?

Wir prüfen, ob wir neben unserer bewährten Beschichtung eine Keramik- bzw. PFAS-freie Variante anbieten. Sag uns, ob du sie wählen würdest – wir melden uns, sobald es sie gibt.

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Häufig gestellte Fragen

Beim Kochen nicht. Beide Beschichtungen sind sehr reaktionsträge (inert) und geben nichts an das Essen ab, solange die Pfanne nicht leer überhitzt wird. Der Unterschied liegt in der Herstellung: Für PTFE braucht es Fluorchemie (PFAS), für Keramik nicht.

Mehrwegkiste

Der bequemste Weg zur Neubeschichtung

Wir senden dir eine vorfrankierte Mehrwegkiste. Du kannst alles in die Kiste füllen, was neu beschichtet werden soll und die Kiste bequem vor deiner Haustür deponieren.

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RePan-Mehrwegkiste, gefüllt mit neu beschichteten Bratpfannen